Integration ins Netzwerk und Gateway nach Nordafrika: Drei Fragen an Celestino Silva
Autor: Hendrik Durst I Lesezeit: 4 Minuten
29/04/2026
In der aktuellen Folge des DACHSER Podcasts „Network Talk“ spricht Celestino Silva, Managing Director European Logistics Iberia, über die Entwicklung der Iberischen Halbinsel zu einem zentralen Baustein im europäischen Netzwerk von DACHSER. Im Fokus stehen die erfolgreiche Integration des Unternehmens in das Netzwerk, heutige Wachstumsfelder und Investitionen sowie das Programm DRIVE. Wir haben ihm drei zentrale Fragen gestellt.
Quick Read
Was hat die Integration des Unternehmens in das Netzwerk von DACHSER erfolgreich gemacht – und wie hat sich DACHSER Iberia seit der Übernahme entwickelt?
Die Übernahme von Azkar im Jahr 2012 war ein Moment des Umbruchs, wurde aber von Anfang an von allen als große Chance wahrgenommen. Entscheidend für den Erfolg war aus meiner Sicht der wertschätzende Umgang von DACHSER mit den Menschen, der Unternehmenskultur und dem über viele Jahre aufgebauten Know-how. Integration bedeutet für mich nicht, bestehende Stärken zu ersetzen, sondern sie gezielt weiterzuentwickeln.
Seitdem hat sich DACHSER EL Iberia stark verändert: Wir sind heute deutlich internationaler aufgestellt, arbeiten mit einheitlichen Prozessen und Systemen und sind eng in das europäische Netzwerk von DACHSER eingebunden. Diese schrittweise Integration – immer begleitet von transparenter Kommunikation und gegenseitigem Vertrauen – hat unsere Servicequalität gestärkt und unseren Kunden den Zugang zu einem leistungsfähigen europäischen Netzwerk eröffnet. Auf diesen gemeinsamen Weg bin ich heute sehr stolz.
Das dort neu etablierte Gateway in Cadiz ermöglicht schnellere, effizientere und verlässlichere Laufzeiten zwischen der Iberischen Halbinsel und Nordafrika.
Welche Rolle spielt DACHSER Iberia heute innerhalb des europäischen Netzwerks – und was bedeutet das für Kunden und Mitarbeitende?
Mit über 3.000 Mitarbeitenden in 59 Niederlassungen verbinden wir heute die Iberische Halbinsel zuverlässig mit allen zentralen Wirtschaftsräumen Europas – nach denselben Standards wie alle anderen Niederlassungen von DACHSER. Für unsere Kunden bedeutet das: transparente Prozesse, stabile Laufzeiten und ein nahtloser Zugang zum europäischen Markt.
Gleichzeitig profitieren auch unsere Teams davon, Teil eines internationalen Netzwerks zu sein. Sie wissen, dass ihre tägliche Arbeit direkten Einfluss auf die Leistungsfähigkeit des Gesamtnetzes hat. Das schafft Identifikation und eröffnet neue Möglichkeiten – etwa durch internationale Zusammenarbeit, Wissenstransfer und persönliche Weiterentwicklung. Diese Kombination aus lokaler Expertise und globaler Ausrichtung macht Iberia zu einer tragenden Säule im Netzwerk.
Über Europa hinaus ist auch unsere Zusammenarbeit mit DACHSER in der Maghreb‑Region sehr eng. Iberia agiert dabei als natürliches Bindeglied zwischen Europa und Nordafrika, vor dem Hintergrund, dass insbesondere Marokko attraktive Chancen in Industrie, Handel und Nearshoring bietet. Unser Standort in Cadiz spielt in diesem Kontext eine Schlüsselrolle. Das dort neu etablierte Gateway ermöglicht heute schnellere, effizientere und verlässlichere Laufzeiten zwischen der Iberischen Halbinsel und Nordafrika.
Das komplette Interview mit Celestino Silva hören Sie in der sechsten Folge unseres englischsprachigen Podcasts Network Talk.
Für unsere Teams eröffnet DRIVE neue Kompetenzfelder und eine Stärkung der internationalen Zusammenarbeit.
Mit DRIVE treiben Sie aktuell die vollständige Integration der iberischen Halbinsel in das Netzwerk von DACHSER voran. Welche Prioritäten setzen Sie – und wo sind die größten Chancen?
Mit DRIVE realisieren wir eine einheitliche Arbeitsweise im gesamten iberischen Netzwerk von DACHSER – auf allen Ebenen. Ziel ist es, Prozesse, Systeme und Standards vollständig an die globalen Vorgaben anzupassen – von Transport- und Warehouse-Management-Systemen bis hin zu operativen Abläufen.
Ein zentraler Aspekt ist dabei die digitale Transformation im Rahmen des DACHSER Target Picture 2030. Ebenso wichtig ist es, unsere Mitarbeitenden aktiv durch diesen Wandel zu begleiten – mit klarer Kommunikation, strukturiertem Change Management und begleitenden Schulungen. Nicht zuletzt spielt auch Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle. So haben wir DACHSER Emission‑Free Delivery – emissionsfreie Lieferzonen in innerstädtischen Gebieten – bereits in vier Städten auf der iberischen Halbinsel umgesetzt: Madrid, Barcelona, Malaga und Porto.
Für unsere Kunden in Iberia bedeutet die vollständige Integration insgesamt noch mehr Zuverlässigkeit, Transparenz und Zugang zu innovativen Logistiklösungen. Für unsere Teams eröffnet DRIVE neue Kompetenzfelder und eine Stärkung der internationalen Zusammenarbeit. Insgesamt schafft das Programm eine robuste Basis für weiteres Wachstum – in Iberia und darüber hinaus.
Mehr über die Entwicklung von DACHSER Iberia und strategische Wachstumsfelder in der Region erfahren Sie in der aktuellen Folge unseres Podcasts Network Talk. Die komplette Episode mit Celestino Silva finden Sie hier sowie auf allen gängigen Podcast‑Plattformen.






